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Aktivitäten aus dem Jahr 2003 melden!

12.12.2003 – Zwickau-Innenstadt
Wieder haben Unbekannte ein jüdisches Mahnmal geschändet. Nach Polizeiangaben besprühten die Täter die Gedenktafel auf der Nicolaistraße mit verbotenen Symbolen. Die Tafel erinnert an die Zerstörung der Zwickauer Synagoge zur Pogromnacht 1938.
Quelle: Lokalrundfunk

09.12.2003 – Zwickau/ Werdau
Das Urteil gegen zwei Männer aus Werdau wird gesprochen, die im Juni (siehe Eintrag) einen missglückten Brandanschlag auf das Asylbewerberheim in Werdau begangen haben. Urteil: versuchte schwere Brandstiftung, Kennzeichenmissbrauch und Verstoß gegen das Waffengesetz: 2 Jahre bzw. 1 Jahr und 9 Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung. Das Gericht unterstellte den beiden keine vorsätzliche Gefährdung von Menschenleben.
Quelle: Amal Sachsen

24.11.2003 – Zwickau-Innenstadt
In der Region häufen sich braune Schmierereien. Unbekannte verunstalteten jetzt das Rosa Luxemburg Denkmal am Platz der Deutschen Einheit mit Hakenkreuzen und einer Nazi-Parole. Erst gestern meldete die Polizei einen Fall in Crimmitschau und vor gut zwei Wochen tauchten faschistische Parolen und Nazi-Symbole in Werdau auf.
Quelle: Lokalrundfunk

24.11.2003 – Lichtentanne
Ein richterlich Verurteilter rief an jenem Tag in einem Jugendclub in Lichtentanne „Heil Hitler“ und zeigte den „Hitlergruß“.
Quelle: SSI

23.11.2003 – Crimmitschau
Auf dem Sportplatz des Motteler- Gymnasiums in Crimmitschau haben Unbekannte einen judenfeindlichen Schriftzug hinterlassen. Zehn mal fünf Meter groß ist die Hetz- Parole.
Quelle: Lokalrundfunk

10.11.2003 – Werdau
Aus ihrer braunen Gesinnung haben Unbekannte in Werdau keinen Hehl gemacht. Sie beschmierten Säulen und Wände mit Nazi-Symbolen und faschistischen Parolen. Betroffen sind Musikschule und Freilichtbühne. Auch das Basketballfeld im Stadtpark trägt jetzt die Handschrift der Neonazis. Die Taten ereigneten sich bereits am Freitagabend.
Quelle: Lokalrundfunk

15.08.2003 – Zwickau
Im Stadtgebiet Zwickau wurden Plakatierungen anlässlich des Todestages von Rudolf Heß festgestellt.
Quelle: SSI

09.08.2003 – Meerane
Am „Pressefest“ der NPD-Zeitung „Deutsche Stimme“ am Sonnabend, dem 09.08.2003 im Hotel Schwanefeld in Meerane beteiligen sich zwischen 1.500 (Polizeiangaben) und 2.800 (Veranstalterangaben) Rechte. Zu einer Protestveranstaltung auf dem Meeraner Markt kamen ca. 120 Personen. Mitglieder der rechtsextremen Partei „Die Republikaner“ (REP) waren ebenfalls anwesend. In diesem Zusammenhang registrierte das Sächsische Staatsministerium des Inneren für jenen Tag sechsmal den Verdacht der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.
Quelle: Amal Sachsen, SSI

Juni 2003 – Zwickau-Marienthal
Fünf Rechte aus Zwickau überfielen eine indische Pizzeria, verprügelten den Inhaber mit einem Basaballschläger und nahmen die mit 550,- Euro gefüllte Kasse mit. Vor der Tat rasierte der Chef der verharmlosend „Pizza-Bande“ getauften Gang seinen Untergebenen noch die Köpfe. Als Grund für den Überfall gab ein 16jähriger an, in der Pizzeria Drogengeschäfte vermutet zu haben. Auf der Straße brüllten die fünf „Sieg Heil“. Kurz darauf wurden alle fünf verhaftet. Urteil: LG Zwickau zwei Jugendstrafen, 7 und 9 Monate zwei Jugendstrafen zur Bewährung ausgesetzt eine Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 3 Monaten.
Quelle: Amal Sachsen

24./25.06.2003 – Werdau
Zwei 23 und 25 Jahre alte Männer aus Werdau verübten in der Nacht zum 25. Juni einen Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim. Es werden Brandsätze gegen das Gebäude geschleudert, ein Brand bricht jedoch nicht aus, keiner der über 160 Bewohner kommt zu Schaden.
Quelle: Amal Sachsen, Jungle World

17.05.2003 – Werdau
Ein kurdischer Asylbewerber wird von drei Nazis in einem Imbiss angegriffen. Er wehrt sich, wird krankenhausreif geschlagen; ein Angreifer muss allerdings aufgrund der Gegenwehr des Betroffenen ebenfalls ins Krankenhaus. Beide haben Anzeige erstattet.
Quelle: Amal Sachsen

08./09.05.2003 – Zwickau
Unbekannte Täter stoßen im Ehrenhain für die im Zweiten Weltkrieg gefallenen sowjetischen Soldaten fünf Grabsteine um. Außerdem besprühen sie den Gedenkstein an der Stirnseite der Anlage mit Nazisymbolen. Auf dem Zugangsweg hinterlassen die Täter den Schriftzug „Wir kommen wieder“. Vor knapp drei Wochen hatten Unbekannte bereits den jüdischen Friedhof in Pölbitz geschändet.
Quelle: Lokalrundfunk

20./21.04.03 – Zwickau-Pölbitz/-Innenstadt
In der Nacht vom 20. auf den 21. April stoßen Unbekannte auf dem jüdischen Friedhof in Zwickau fast alle Grabsteine um, von denen sechs zerbrechen. Die Polizei vermutet einen Zusammenhang zum Hitlergeburtstag am 20. April. Auch das Denkmal für die Verfolgten des Naziregimes am Schwanenteich wurde beschmiert.
Quelle: Amal Sachsen, Lokalrundfunk

03.04.2003 – Zwickau/ Zwickauer Land
Bei Wohnungsdurchsuchungen in Stadt und Landkreis hat die Polizei am Morgen zahlreiche CD’s mit rechtsextremen Liedern sichergestellt. Gegen fünf Musiker im Alter von 23 und 31 Jahren ermittelt nun der Staatsanwalt wegen Volksverhetzung. Der entscheidende Hinweis kam von einem Rechtsextremen aus Dresden, der für die Produktion und den Vertrieb der CD’s zuständig war und inzwischen wegen Volksverhetzung verurteilt wurde. (siehe 15.11.2004)
Quelle: Lokalrundfunk

24.03.2003 – Zwickau
Am 24. März verübten sechs Männer im Alter zwischen 15 und 22 Jahren einen Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim in Zwickau (Sachsen). Die Beschuldigten hätten die Tat gestanden, teilte das Landeskriminalamt mit.
Quelle: Jungle World

Ende Februar 2003 – Thurm (bei Mülsen)
Ende Februar werden zwei 21jährige in der Nähe eines Lokals in Thurm beraubt und brutal mißhandelt. Zwei 23-jährige aus Glauchau bzw. Remse mit Kontakten zur rechten Szene werden vom LG Zwickau wegen schwerer räuberischer Erpressung, gef. Körperverletzung u.a. zu 2 Jahren und 6 Monaten bzw. 2 Jahre auf Bewährung verurteilt.
Quelle: Amal Sachsen