Demonstration gegen rechte Gewalt führt durch Innenstadt

Polizei verhindert Auseinandersetzung auf Georgenplatz

Von Mandy Fischer

Zwickau. Kundgebung und Demonstration der alternativen Jugendvereinigung „Roter Baum“ sind am Samstag im wesentlichen friedlich verlaufen. Auch als die linksorientierten Jugendlichen am Georgenplatz auf eine deutlich kleinere Gruppe Rechter getroffen sind. Zwei Eier sind geflogen, dabei blieb es. Mit einer Doppelreihe zwischen beiden Gruppen verhinderten Polizeibeamte – 20 waren im Einsatz – größere Auseinandersetzungen.

Mit 150 Teilnehmern versammelten sich mehr Demonstranten am Gasometer, als die Veranstalter prognostiziert hatten. Die kurzfristig organisierte Kundgebung „Für ein friedliches Zwickau – gegen rechte Gewalt“ war die Antwort auf Vorfälle nach dem „Stay rebel“-Festival am 1. Mai im Gasometer, wie Vereinsvorsitzender René Hahn sagte. Unbekannte hatten Bandmitglieder überfallen und verletzt.

Am Samstag wählte der Veranstalter für die Demo durch die Innenstadt nicht die von ihm bevorzugte Route auf der Hauptverkehrsstraße Dr.-Friedrichs-Ring, sondern die von der Polizei vorgeschlagene Strecke über Schumannplatz und Innere Plauensche Straße. Die Demonstranten rissen Passanten und Verkäufer aus der Einkaufslaune. Parolen aus dem Antifa-Block, die zu Gewalt aufriefen, verurteilte Vereinschef Hahn, der mehrfach Ruhe und Besonnenheit anmahnte.

Etwa 30 rechtsorientierte Jugendliche warteten am Georgenplatz grölend auf die Demonstranten. „Das direkte Aufeinandertreffen war für uns eine neue Situation“, sagte der Einsatzleiter, Polizeihauptkommissar Hans-Peter Scheidler. Am Trabi-Denkmal gab die Rostocker Band Dritte Wahl ein kurzes, improvisiertes Konzert. Später versuchten Rechte, am Gasometer zu provozieren. Dem gebot die Polizei Einhalt, so Scheidler.

Am Abend spielte die Punkband im Alten Gasometer vor 330 Besuchern. „Blieb alles friedlich“, berichtete Hahn, was die Polizei bestätigte.

Quelle:
Freie Presse/ Zwickauer Zeitung/ Montag, 11.05.09/ Seite 15


3 Antworten auf „Demonstration gegen rechte Gewalt führt durch Innenstadt“


  1. 1 War da 13. Mai 2009 um 13:01 Uhr

    „Dem gebot die Polizei Einhalt, so Scheidler.“
    Jetzt macht euch nicht lächerlich. Ihr solltet lernen euch kritisch zu äußern und nicht noch Leuten die euch unterstützen in den
    Rücken fallen.

    Die Polizei hätte die Pflicht gehabt beide illegalen Versammlungen der Nazis aufzulösen, hatte aber nach eigenen Aussagen keine Lust.

  2. 2 Administrator 19. Mai 2009 um 0:06 Uhr

    Das ist ein Artikel der „Freien Presse“, welcher weitgehend auf die Aussagen der Polizei Bezug nimmt. Das ist traurig, dafür kann aber niemand ausser die „Freie Presse“ selbst verantwortlich gemacht werden.

  3. 3 war da 19. Mai 2009 um 22:57 Uhr

    „Parolen aus dem Antifa-Block, die zu Gewalt aufriefen, verurteilte Vereinschef Hahn, der mehrfach Ruhe und Besonnenheit anmahnte.“
    Falls das nur so interpretiert wurde ist es was anderes, aber wen suich so geäußert wurde ist das mist, zu sowas äußert mensch
    sich garnicht.

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