FP: Peinliche Ausrutscher

Beschimpft und angespuckt

Von Thomas Croy

Einen wenig gelungenen Beitrag zur DFB-Aktionswoche gegen Gewalt und Rassismus leistete das Kreisderby der Fußball-Bezirksklasse zwischen dem SV Mülsen St. Niclas und dem VfL Reinsdorf. Nach einem Foul wurde Gästespieler Bujar Ramadani vom Mannschaftsleiter der Platzherren als „Kanake“ beschimpft. „Das ist mir so rausgerutscht“, bedauerte Silvio Hammer. „Der ist unserem Spieler direkt vor der Bank von hinten in die Beine.“ Die Niclaser Entschuldigung lehnte Ramadani, der sich keines Vergehens bewusst war, jedoch ab. Aufgebracht über diese Entgleisung, wollte er einen entsprechenden Vermerk auf dem Spielberichtsbogen erreichen. Referee Fritzsch hatte aber angeblich nichts gehört. Zudem drohten die Mülsener, im Gegenzug protokollieren zu lassen, dass VfL-Kapitän Andreas Krause einen ihrer Akteure nach dem Spiel angespuckt haben soll, was jener aber vehement bestreitet. Schließlich einigte man sich darauf, über beide Missetaten den Mantel des Schweigens zu hüllen. Besser, sie wären erst gar nicht geschehen. Fußball kann man nur miteinander spielen. Das Gebot der Fairness erfordert auch Respekt vor dem sportlichen Gegner. Nicht nur, wenn gerade mal wieder eine DFB-Aktionswoche läuft.

Quelle:
Freie Presse/ Zwickauer Zeitung/ Dienstag, 28.10.08/ Seite 17


1 Antwort auf „FP: Peinliche Ausrutscher“


  1. 1 Bujar Ramadani 18. September 2009 um 1:33 Uhr

    Um diese Sache nochmal klar zu stellen, ich habe den Mülsner Spieler nicht einmal berührt, und ich weis auch nicht wie man einen Spieler brutal von hinten foulen kann, wenn dieser auf einen zugelaufen kommt….??? Und der Schiedsrichter stand ja auch fast daneben, für ein angeblich brutales Foul von hinten, gibt es ja normalerweise auch eine Karte, die es aber nicht gab, für was denn auch!!! Aber da hat sich der Manschaftsleiter noch mal schön rausgeredet…

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