FP: Bündnis macht mobil gegen Rechts

Demokratische Kräfte vereint – Nazi-Aufmarsch verboten

Ein breites Bündnis demokratischer Kräfte macht mobil gegen Rechts und ruft für Samstag zur Demonstration durch Zwickau mit anschließender Kundgebung auf dem Domhof-Marienplatz auf. Die gleichzeitig von den Nationalen Sozialisten angemeldete Demonstration ist von der Stadt Zwickau verboten worden.

Von Mandy Fischer

Zwickau. Das Bündnis für Demokratie und Toleranz sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) organisieren die Demonstration am Samstag, die sie unter das Motto stellen „Unsere Stadt hat Nazis satt“. „Für das Bündnis ist es ein unerträglicher Zustand, dass über 60 Jahre nach dem Ende der Schreckensherrschaft der Nazis eine Gruppe von Neonazis durch Zwickau zieht“, so Bündnis-Sprecher Erwin Killat und Sabine Zimmermann. Mit Flugblättern rufen sie die Zwickauer auf, sich dem Protest anzuschließen.

Bündnis und DGB wissen dabei alle Stadtratsfraktionen auf ihrer Seite. Mehrere Parteien sowie Verbände haben bereits Kundgebungen auf Plätzen im Stadtzentrum, wie Korn- und Hauptmarkt, angemeldet. Treffpunkt für die Demonstration für Toleranz, Offenheit und Völkerfreundschaft ist 13 Uhr am Gewerkschaftshaus, Bahnhofstraße 68bis 70. Die Kundgebung auf dem Domhof beginnt 16 Uhr.

Auslöser für den Aufruf, „sich den Nationalen Sozialisten entgegen zu stellen“, war der ebenfalls für Samstag angemeldete Aufmarsch der rechtsextremen NPD-Sympathisanten. Diese Demonstration wurde jetzt von der Stadtverwaltung mit einer so genannten Verbotsverfügung untersagt, wie Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) bereits in der Vorwoche angekündigt hatte. Sie wird dabei von allen Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates unterstützt. Bis gestern versuchten die Rechtsextremisten nicht, per richterlichen Beschluss ihren Aufmarsch durchzusetzen. Am zuständigen Verwaltungsgericht in Chemnitz ist ein solcher Eilantrag bislang nicht eingegangen, bestätigte gestern Sprecherin Anette Ebner.

Für den Fall, dass es die Nazis doch über den Gerichtsweg versuchen und das Verwaltungsgericht das Demonstrationsverbot aufheben würde, hat die Stadt bereits angekündigt, alle Rechtsmittel auszuschöpfen. „Dann gehen wir weiter ans Oberverwaltungsgericht in Bautzen“, so Rathaus-Mitarbeiter Matthias Lasch.

Quelle:
Freie Presse/ Zwickauer Zeitung/ Mittwoch, 17.09.08/ Seite 11

Unsere Stadt hat Nazis satt! – Aufruf zur Gegendemo am 20.09.08

Für den 20.09.2008 haben die sogenannten „Nationalen Sozialisten“ eine Demonstration durch Zwickau angemeldet.
Seit dem Einzug der Zwickauer NPD in den Landtag haben die „Nationalen Sozialisten“ ihre Aktivitäten in Zwickau verstärkt.

Liebe Zwickauerinnen und Zwickauer, für das Bündnis für Demokratie und Toleranz ist es ein unerträglicher Zustand, dass über 60 Jahre nach dem Ende der Schreckensherrschaft der Nazis eine Gruppe von Neonazis durch Zwickau zieht.
Daher rufen wir alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich gemeinsam mit Parteien, Verbänden, Gewerkschaften und den verschiedensten Organisationen den „Nationalen Sozialisten“ entgegen zu stellen.
Zeigen wir gemeinsam, dass Zwickau für Demokratie und Toleranz, für Offenheit und Völkerfreundschaft steht! Wir Zwickauer lehnen Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz, und eine Verherrlichung des Nationalsozialismus auf das schärfste ab!

Kommen Sie alle zur großen Demonstration am Samstag, den 20.09.08!

20.09.08, 13.00 Uhr Treffpunkt
Gewerkschaftshaus Zwickau
(Bahnhofstr. 86-70)
Ab 16.00 Uhr Kundgebung auf dem Domhof-Marienplatz

V.i.S.d.P.: Sprecher des Bündnisses – Sabine Zimmermann / Erwin Killat – Bahnhofstr. 68-70 – 08056 Zwickau


8 Antworten auf „FP: Bündnis macht mobil gegen Rechts“


  1. 1 NAZIS STOPPEN! 18. September 2008 um 10:00 Uhr

    Rechte legen Widerspruch ein

    Zwickau. Die Nationalen Sozialisten wollen ihre für Samstag angemeldete Demonstration in Zwickau mit richterlicher Hilfe durchsetzen, nachdem die Stadt eine Verbotsverfügung erlassen hatte. Gegen diese legte die rechtsextreme Gruppierung gestern am Verwaltungsgericht Chemnitz Einspruch ein und beantragte „vorläufigen gerichtlichen Rechtsschutz“. Heute ist mit einer Eilentscheidung zu rechnen, kündigt Gerichtssprecherin Anette Ebner an. (dy)

    Quelle: Freie Presse

  2. 2 Adamczyk, Uwe 18. September 2008 um 10:30 Uhr

    Das Bündnis für Demokratie und Toleranz hat die Zwickauer Bürgerinnen und Bürger aufgerufen sich dem Neonaziaufmarsch am 20.09.2008 entgegenzustellen. Dabei möchte man in Form einer Demonstration beginnend am Gewerkschaftshaus gegen 13:00 und einer Kundgebung auf dem Domhof am Marienplatz gegen 16:00 Uhr gegen Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz, und eine Verherrlichung des Nationalsozialismus demonstrieren und zeigen, daß Zwickau für Demokratie und Toleranz, für Offenheit und Völkerfreundschaft steht.

    Die Nazis haben gegen die Verbotsverfügung Widerspruch eingelegt und das Verwaltungsgericht Chemnitz wird heute eine Entscheidung treffen. Wenn das Verwaltungsgericht die Verbotsverfügung bestätigt, dann ist davon auszugehen das die Nazis vor die nächste Instanz gehen und erfahrungsgemäß spätestens da würde man den Aufmarsch der Nazis zulassen.

    Der Aufruf des Bündnisses für Demokratie und Toleranz ist auf jeden Fall zu unterstützen, aber es wird die Frage bleiben – Wer stellt sich denn nun den Nazis im wörtlichen Sinn gesehen entgegen.

    Aus diesem Grund habe ich heute beim Ordnungsamt genau eine solche Veranstaltung angemeldet. Ich folge dem Aufruf des Bündnisses und rufe alle auf sich daran zu beteiligen, sich tatsächlich dem Naziaufmarsch entgegenzustellen. Da wo die Nazis marschieren wollen, da werden wir uns ihnen entgegenstellen – Kein Naziaufmarsch durch Zwickau.

    Uwe Adamczyk

  3. 3 AntifaJürgen 18. September 2008 um 14:54 Uhr

    Diese fucking Faschos!! Macht der Npd endlich den Garaus!!! Solche braune scheisse hat hier nix zu suchen!!! Alerta, Alerta,Antifascista!!!

    Admin: Freischaltung nur unter Vorbehalt. Sachliche Beiträge sind in Zukunft jedoch gern gesehen.

  4. 4 NAZIS STOPPEN! 19. September 2008 um 9:36 Uhr

    Demokraten auf dem Domhof

    Gericht entscheidet heute über Kundgebung rechter Gruppe

    Zwickau. Vom Gewerkschaftshaus zum Domhof wird der Demonstrationszug der Demokratie am Samstag ab 13.30 Uhr führen. Das Bündnis für Demokratie und Toleranz sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund haben Parteien, Vereine und Verbände mobilisiert, so dass möglichst viele Zwickauer Flagge zeigen gegen Rechts. Die Demonstration steht unter dem Thema „Unsere Stadt hat Nazis satt“ und ist Antwort auf die ebenfalls für Samstag angekündigte Demonstration der Nationalen Sozialisten.
    Diese ist von der Stadt verboten worden, wogegen die rechten Sympathisanten Widerspruch einlegten. Über diesen wird das Verwaltungsgericht Chemnitz erste heute befinden. Bekommen die Nazis recht, erzwingt die Stadt eine Eilentscheidung in der höheren Instanz, dem Oberverwaltungsgericht Bautzen, hatte Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) angekündigt.
    Sie ist eine der Sprecher zum Fest der Demokratie auf dem Domhof, das 15 Uhr beginnt. Bundestagsabgeordnete von CDU, SPD, Grünen und Linke sowie Gewerkschafter werden ebenso wie Erwin Killat vom Toleranz-Bündnis und Superintendent Eberhard Dietrich sprechen. Musikbands und Gospelchor sind eingeladen. Die Parteien haben außerdem Informationsstände aufgebaut auf Jerusalemer Platz Kornmarkt, Domhof, Schumannplatz, Neumarkt. (dy)

    Quelle: Freie Presse

  5. 5 Adamczyk, Uwe 19. September 2008 um 12:04 Uhr

    19. September 2008 am Morgen
    Zwickau / Chemnitz – Richterspruch zu Nazidemo erwartet
    Das Chemnitzer Verwaltungsgericht will heute darüber entscheiden, ob morgen Neonazis auf dem Georgenplatz aufmarschieren dürfen. Das teilte eine Gerichtssprecherin mit.
    Die Stadt hatte den Aufzug verboten. Stattdessen rief Oberbürgermeisterin Findeiß gemeinsam mit dem Demokratiebündnis zu einer Gegendemo auf. Sie soll am Gewerkschaftshaus starten und in einer Kundgebung auf dem Marienplatz münden.
    (http://www.radiozwickau.de/index1.html)

    19. September 2008 am Mittag
    Chemnitz/ Zwickau – Verwaltungsgericht erlaubt Nazidemo
    Die Neonazis dürfen morgen in unserer Stadt marschieren. Das hat das Verwaltungsgericht Chemnitz entschieden und damit ein Verbot der Stadt aufgehoben. Gemeinsam mit dem Demokratiebündnis ruft Oberbürgermeisterin Findeiß zu einer Gegendemo auf. Sie soll am Gewerkschaftshaus starten und in einer Kundgebung auf dem Marienplatz münden.
    (http://www.radiozwickau.de/index1.html)

  6. 6 antifazlatko 25. September 2008 um 13:41 Uhr

    Sind ja auch ganz feine und niveauvolle Ausführungen vom AntifaJürgen. Macht wieder nen guten Eindruck, weiter so.Bei uns in Leipzig zerreißt man sich schon das Maul über Zwickau. Während die Seite inhaltlich gut gestaltet ist, sind die Leute rings herum unglaublich behämmert. Ich bin froh, dass ich nur hier studiere und dann nichts wie wieder fort!

  7. 7 agv 28. September 2008 um 19:01 Uhr

    Nachdem die Demo am 20.09. mächtig in die Hose ging, steht nun ein neuer Termin für die Demonstration in Zwickau fest. Unter dem Motto “Regionalwirtschaft statt Globalisierung” wollen Vertreter des “Freien Netzes” am 11. Oktober durch Zwickau ziehen. Ganz klar wird es sich dabei nicht ausschließlich um Regionalwirtschaft und Globalisierung drehen. Der braune Mob wird versuchen sein menschenverachtendes und überspitzt nationalistisches Gedankengut in Zwickau unter die Menschen zu bringen. Der Treffpunkt der Nazis ist 14 Uhr am Hauptbahnhof. Weitere Infos zu Gegenaktionen folgen…

  8. 8 HP 28. Oktober 2008 um 11:58 Uhr

    Worüber soll man sich in diesem üblen Provinznest eigentlich wundern?
    - Über eine verfehlte Stadtpolitik, die fast alles, bis auf die eigene Geldbörse, ignoriert?
    - Über eine total verkorkste Jugend, die hier kaum noch was auf die Reihe bringt?
    - Über die Dummheit so mancher Leute, die noch immer „Rot Front“ brüllen und die Mauer in den eigenen Köpfen nicht weg bekommen (wollen)?
    - Über eine Bürgermeisterin, die es einfach nicht „gebacken“ bekommt?
    - Über das Lachen der Nicht-Zwickauer über den sächsischen Unfug, der hier noch für „Gut“ befunden wird?
    - Über eine Zwickauer Arbeitsagentur, die manche Arbeitslose übel beschimpft und bedroht (Artikel/Westsächsische Zeitung, etc.) statt den Leuten anständig und ehrlich eine Arbeit zu geben?
    - Über das eigene „Augenrollen“, wenn man nach langen Reisen wieder die Stadtgrenzen Zwickaus erreicht … ???

    Ehrlich – ich wundere mich über gar nix mehr!
    Irgendein sächsischer Kaiser sagte wohl mal: „… macht doch euren Dreck alleene …“.

    Gehts eigentlich noch weiter runter mit diesem Nest?
    Na mal sehen …

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