RAA Sachsen eröffnet Büro in Chemnitz

Am 17. März 2008 eröffnete der RAA Sachsen e.V. eine Beratungsstelle für Opfer rechtsextremer Gewalt in Chemnitz.

Die Beratungsstelle ist zuständig für den gesamten Regierungsbezirk Chemnitz. Um für alle Betroffenen, potenziellen Betroffenen und Interessierten da sein zu können, wird nach dem Konzept des aufsuchenden Arbeitsansatzes gearbeitet. Unter der Telefonnummer 0172 974 36 74 ist immer eine MitarbeiterIn zu erreichen.

Sachsen weist die höchste Zahl rechtsmotivierter Gewalttaten auf. Dies ergeben statistische Erhebungen innerhalb der östlichen Bundesländer und Berlin.
Jeder kann – unverhofft und ohne Schuld – Betroffener einer rechtsmotivierten Straftat werden. Ausgesetzt sind diesen Übergriffen vor allem Menschen anderer Herkunftsländer, alternative bzw. nicht rechts orientierte Jugendliche, Homo- und Transsexuelle, Behinderte und sozial Benachteiligte. Bei durchschnittlich vier Vorfällen pro Woche werden Menschen aus rechtsextremen, rassistischen oder antisemitischen Motiven heraus beleidigt, angegriffen, zutiefst gedemütigt oder schwer verletzt. Ein solches Erlebnis hat immer psychische, soziale und materielle Auswirkungen. Für das Leben des Einzelnen sind sie zum Teil von erheblicher Tragweite.
An diesem Punkt setzt die Opferberatung des RAA Sachsen e. V. an.
Wir beraten und unterstützen Betroffene und Zeugen rechtsextremer Gewalt sowie deren Angehörige.
Wesentliches Ziel unserer Arbeit ist darüber hinaus, BürgerInnen innerhalb verschiedener Präventionsangebote für das Auftreten rechtsextremer und rassistischer Gewalt zu sensibilisieren.

Mehr Informationen: www.raa-sachsen.de
Kontakt: opferberatung.chemnitz@raa-sachsen.de